Interview aus der Zeitschrift "Handicap"

Verbesserung erfahren!

Die therapeutische Bedeutung ergonomischer Greifreifen:

Wie sinnvoll ergonomische Greifreifen wie der Carbolife Curve aus therapeutischer Sicht sein können, erörtert HANDICAP-Redakteur Steffen Schüngel im Gespräch mit Margit Schreiner, Physiotherapeutin in der Fachabteilung für Querschnittgelähmte der BG Unfallklinik Tübingen.

 

Die Bedürfnisse der Anwender kennt Margit Schreiner aus ihrer langjährigen praktischen Erfahrung genauso gut, wie sie die medizinische Wirkung und besonders das prophylaktische Potential eines Hilfsmittels einschätzen kann. Die BG Unfallklinik in Tübingen war eine der ersten Institutionen, denen der Curve zur Verfügung stand. Inzwischen ist dieser fester Bestandteil der Neuversorgungen geworden, die in der Klinik verordnet werden.

Und auch Patienten, die zur Wiederaufnahme oder zur Hilfsmittelüberprüfung in die Klinik kommen, erhalten grundsätzlich die Gelegenheit, den Greifreifen zu testen und seine Vorteile im direkten Erlebnis zu „erfahren“.

„Besonders bei den ‚alten Hasen’, die vielleicht schon 40 oder 50 Jahre im Rollstuhl unterwegs sind, ihr Hilfsmittel genau kennen und genau wissen, was sie wollen, bin ich immer wieder erstaunt. Einen neuen, anderen Rollstuhl wollen sie nur ganz selten, egal ob er leichter oder sogar besser wäre. Aber bei den Greifreifen sagen die meisten nach den ersten Metern sofort, dass sie die unbedingt haben wollen“, berichtet Margit Schreiner über ihre Erfahrungen aus dem Klinikalltag. Über die positive Resonanz freut sie sich dabei besonders aus medizinisch-therapeutischer Sicht: „Das Profil des Curve bringt besonders den Daumen in eine bessere Position, so dass die Belastung im Daumensattelgelenk deutlich abnimmt. Auch am Karpaltunnel findet weniger Belastung statt.“

In der Praxis bedeutet die geringere Belastung ihrer Ansicht nach eine effektive Prophylaxe im Hinblick nicht nur auf das Karpaltunnelsyndrom, sondern auch auf schwerwiegende arthrotische Veränderungen, die durch die langanhaltende Belastung der oberen Extremitäten häufig auftreten. „Die Vermeidung von Fehlhaltungen und punktueller Überbelastung an Hand und Handgelenk macht sich nicht nur distal bemerkbar, sondern setzt sich auch proximal fort“, erklärt sie die Auswirkungen. „Wenn Fehlhaltungen der Hand vermieden werden, führt dies zu weniger Belastung im Ellenbogen und auch im Schulterbereich.“ Genau diese ungünstigen muskulären Situationen in den Schultern seien es, die dann zu Problemen an den Rotatorenmanschetten und zu Schultergelenksarthrosen führten. Aus diesem Grund sei der Curve auch bei bereits bestehenden, degenerativen Problemen das Mittel der Wahl, da akute Schmerzen durch Fehlbelastungen vermieden werden und ein Fortschreiten der Schädigungen gebremst werden könnte. Aus diesem Grund hält sie den Curve auch gerade bei Paraplegikern, bei denen die Verordnung derzeit noch problematischer als bei Tetraplegikern ist, für absolut sinnvoll. „Die rutschhemmende Beschichtung des Curve Grip erleichtert Tetraplegikern, deren Hand- und Daumensattelgelenk ja nicht muskulär unterstützt sind, das Antreiben. Es ist aber das besondere Profil des Curve, das für die prophylaktische Wirkung verantwortlich ist“, begründet sie ihren Wunsch, dass sich auch die Kostenträger intensiver mit den erzielbaren Ergebnissen auseinandersetzen würden. Nutzern, die sich für den Curve interessieren, empfiehlt sie daher, ihren verordnenden Arzt auf genau diese Punkte in Verbindung mit bestehenden oder zu erwartenden Schäden hinzuweisen. Da die oberen Extremitäten bei Rollstuhlfahrern für die tägliche Mobilität zwingend notwendig sind, kann ein ergonomischer Greifreifen wie der Curve medizinisch sinnvoll und notwendig sein.

 

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